Adventskalenderblog: Türchen 11 – Eisenbahn


Adventskalenderblog: Türchen 11 – Eisenbahn

Nächster Halt: LüttLiv.
Wir stellen uns immer ein bisschen vor, dass wir eine Schaffnermütze aufhaben und dann die grüne Kelle heben, pfeifen und der Zug abfährt. Ach, da werden wir zu kleinen Kindern, die mit glühenden Wangen, ganz aufgeregt umherspringen und sich freuen, wenn die Eisenbahn wieder eine Runde gedreht hat.

Vor ein paar Tagen, als wir unsere kleine LüttLiv-Eisenbahn fahren ließen, gab es sogar Applaus – da wurden unsere glühenden Wangen noch röter und ein kleiner Stolz ereilte uns. Aber ganz der Reihe nach – von was für einer Bahn ist hier eigentlich die Rede?

Als wir im Sommer zusammensaßen, mit kurzer Hose, Sonnencremegesichtern und unserer Lieblingslimonade, da dachten wir schon an die Adventszeit und wie wir das kleine Leben weihnachtlich schmücken können. Wir erinnerten uns an eine Eisenbahn aus Kindertagen – schnell war ein Dachbodenfund, eine Märklin-Kramkiste, ausgemacht und ersteigert. Wie kleine Kinder haben wir dann immer wieder die Schienen zusammengestzt und die Bahn fahren lassen, im Keller und in der Fantasie. Wir haben überlegt, wo wir sie denn fahren lassen könnten …

An einem Ruhetag wurde gesägt und gemalt, gelötet und verschraubt, geölt und repariert, geärgert und gewundert, gestaunt und gelacht. Dann setzten wir die Schaffnermütze auf, hoben die grüne Kelle und pfiffen. Der Zug fuhr los – das erste Mal. Und nun dreht er zur Weihnachtszeit seine Runden, kleine Lämpchen beleuchten die Strecke – und einmal hat sogar der Zug geleuchtet, aber das führte zu vielen Entgleisungen und schlaflosen Nächten. Jetzt ist er kürzer, aber genauso glücklich machend. Komm vorbei, frag gern am Tresen nach der nächsten Fahrt und dann darfst du die Schaffnermütze aufsezten.