Adventskalenderblog: Türchen 18 – Hilfe, Hilfe


Adventskalenderblog: Türchen 18 – Hilfe, Hilfe

Wir haben gestern ganz schön viele Leben gerettet – oder zumindest immer das gleiche. Ann hat nicht mehr geatmet. Ann ist eine Puppe und die beste Freundin von Axel, der mit uns gestern einen Ersthelfer-Kurs gemacht hat. Ganz schön verschlafen saßen wir erst in der Runde, vielleicht haben wir auch heimlich die Augen gerollt, doch dann wurde es ganz schön spannend und aufregend. In einigen kleinen Rollenspielen und Situationen mussten wir uns und Ann helfen – und beatmen, einen Druckpunkt finden oder den Heimlich-Griff anwenden. Und plötzlich hörten die müden Gesichter interessiert zu, waren hellwach und wollten Anns Leben retten. Es passiert ja doch nicht so häufig, dass jemand atemlos vor uns liegt, aber dass sich jemand schneidet, verbrennt oder verschluckt – das ist ja fast Alltag. Natürlich hilft jeder in diesem Moment, so gut er kann, und meist irgendwie. Aber Axel hat uns mit viel Geduld und einer Prise Humor erklärt, was richtig und sinnvoll ist. Natürlich wußten wir das alles schon irgendwie, doch so ein Kurs liegt dann doch mal 2-3 Jahre zurück – oder 15. Axel hatte ein feines Bild: er meinte, dass es schwierig sei mit einen Schlag einen Nagel in die Wand zu hämmern, stattdessen hat es sich erwiesen, dass es praktischer ist, wenn man mehrere Schläge nutzt. So ist es auch bei der Ersten Hilfe, ein feines kleines ständiges Wiederholen, festigt das Wissen, gibt Mut und Sicherheit. Jetzt helfen wir Dir selbstbewußter bei einem Sonnen- oder Wespenstich, bei Quetschungen, Atemnot und Liebeskummer.